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SKANF steht für skandinavischen Hanf aus biologischem Anbau.

Hanf in der Medizin

 

Wie Sie auf den vorherigen Seiten lesen konnten, stammen die positiven Wirkungen der Hanfpflanze durch die Wirkung auf das körpereigene Cannabinoidsystem. Während Tetrahydrocannabinol (THC) am stärksten mit den ECS-Rezeptoren im Gehirn interagiert, konzentriert sich Cannabidiol (CBD) auf den Körper, und genau diese Wirkung ist von uns für Interesse. Da das CBD zahlreiche und vielfältige Eigenschaften hat, bemühen wir uns, diese kurz in den folgenden Punkten zusammenzufassen.

 

Analgesie

Eine der ältesten medizinischen Verwendungen des Hanfs ist die Schmerzlinderung. Das Endocannobinoidsystem (ECS) hat eine enge Verbindung zum Nervensystem, d. h. Cannabinoide können über das ECS mit Nervensignalen interagieren. Die beeinflussbaren Signale sind jedoch äußerst begrenzt. Die einzigen Nerven, die CBD beeinflusst, sind diejenigen, die Schmerzen weiterleiten. In der modernen Zeit wurde Patienten, die unter Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS) (https://www.aidshilfe.de) litten oder sich einer Krebsbehandlung unterzogen, zuerst medizinisches Marihuana verabreicht. Beides sehr schmerzhafte Behandlungen. In einigen Gebieten Afrikas werden Cannabinoide seit langem zur Erleichterung von Geburten verwendet, und vor kurzem wurde festgestellt, dass sie auch gegen Nervenschmerzen bei Krankheiten wie Fibromyalgie, Multiple Sklerose und Diabetes helfen.

 

Immunmodulation

Beim Thema Schmerzen ist auch der Schmerz zu berücksichtigen, den der Körper manchmal selbst verursacht. Chronische Entzündungen werden von einem überaktiven Immunsystem verursacht und führen bei vielen Erkrankungen zu Schmerzen. Glücklicherweise sind unsere Immunzellen mit einer Notbremse ausgerüstet, und zwar in Form von ECS-Rezeptoren des Typs CB2. Dank der Rezeptoren kann das Endocannobinoidsystem Cannabinoide verwenden, um das Immunsystem zu kontrollieren und zu hemmen, wenn es über einen zu langen Zeitraum oder gegen ein falsches Ziel aktiviert wird. Cannabinoide wirken stark entzündungshemmend und haben sich als wirksam bei der Behandlung von entzündlichen Erkrankungen wie Crohnsche Krankheit oder Colitis Ulcerosa erwiesen.

 

Neuroprotektion

CBD ist zwar nicht psychoaktiv, aber es hat eine indirekte Wirkung auf das Gehirn. Wie die Überschrift bereits andeutet, schützt es die Nerven des Gehirns vor oxidativen Schäden und vor dem Abbau. Die Wirkungsweise der Cannabinoide ist nicht genau geklärt, weil dieses Gebiet nur schwer zu untersuchen ist, aber es wurden eine Reihe sehr interessanter Beobachtungen bei den Schutzeigenschaften des CBD und Erkrankungen wie Alzheimer-Krankheit gemacht.

 

Alzheimer-Krankheit

Alzheimer-Krankheit - eine der heute am meisten gefürchteten neurodegenertiven Erkrankungen. Diese Erkrankung hat sowohl entzündlichen als auch oxidativen Charakter. Oxidation ist ein normaler Prozess im Körper - sogar ein notwendiger Prozess, da er Bestandteil des Stoffwechsels lebender Zellen ist. Oxidativer Stress entsteht dann, wenn Zellen sich nicht der freien Radikale entledigen können, die durch den Stoffwechsel entstehen: Die Radikale verbinden sich unkontrolliert mit anderen Molekülen, bauen sie ab und beschädigen die Zellstruktur.

Es ist nicht genau bekannt, vermutet wird aber, dass der oxidative Stress mit einem Molekül zusammenhängt, das als Beta-Amyloid bezeichnet wird. Die charakteristischen Plaques im Gehirn von Alzheimer-Patienten bestehen aus Beta-Amyloid-Peptiden. Dieses Molekül, das sich nicht im Gehirn befinden soll, verursacht eine Reaktion im Immunsystem des Gehirns und löst eine Entzündung aus. Da Entzündungen das umgebende Gewebe schädigt, werden die Gehirnzellen zunehmend zerstört, bis sie nicht mehr funktionieren. Das Interessante an Cannabinoiden ist in diesem Zusammenhang, dass sie sowohl entzündungshemmend, antioxidativ als auch neuroprotektiv wirken. Es ist erwiesen, dass sie Entzündungen im Gewebe des Gehirns hemmen und die Ansammlung der aus Beta- Amyloid-Peptiden bestehenden Plaques verhindern können.

Auch Nerven außerhalb des Gehirns werden positiv von Hanf beeinflusst. Multiple Sklerose (MS) (https://www.dmsg.de/) ist eine weitere entzündliche Erkrankung, die die Nerven befällt. Sie führt zu einer Reihe von Symptomen, darunter verschlechterte Seh- und Sprechfähigkeit, Spastik und Verlust der Muskelkontrolle. Derzeit ist Hanföl die einzige bekannte Behandlungsform, die den Zustand von MS-Patienten verbessert. Es reduziert die Spastik, verhindert den Verlust der Muskelkontrolle und hat in manchen Fällen auch die Sehfähigkeit verbessert.

 

Psychische Störungen

Die Vielfalt der die Psyche betreffenden Störungen ist genauso groß wie die des Körpers. Zu den üblicheren Störungen gehören Diagnosen wie Angstsyndrome, Depression, bipolare Störung, Schizophrenie und Psychosen. Wie bereits gesagt, hat CBD eine beruhigende und entspannende Wirkung, die auch bei psychischen Störungen hilft. CBD gilt als natürliches Antipsychotikum, weshalb es ein sehr interessanter Kandidat für die Behandlung von Krankheiten wie Schizophrenie und Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) (http://www.btonline.de) ist.

Bei Patienten mit Schizophrenie hat sich gezeigt, dass deren Endocannobinoidsystem aus dem Gleichgewicht geraten ist: Sie haben eine überhöhte Produktion des so genannten Fettsäureamid-Hydrolase (FAAH), einem Enzym, welches Endocannabinoide abbaut. Eine Überproduktion von FAAH führt zum Abbau der Cannabinoide, bevor sie aktiv werden konnten, was beispielsweise zu den psychotischen Symptomen bei Schizophrenie-Patienten führen kann - ein Zusammenhang, der auch bei PTBS-Patienten erkennbar ist. Dieses Ungleichgewicht scheint durch die Zufuhr zusätzlicher Cannabinoide ausgelichen zu werden, und Studien mit CBD haben positive Ergebnisse gezeigt.

 

Die Zukunft des Hanfs in der Medizin

Die vorliegende Präsentation bezieht sich auf die Gegenwart. Hanf befindet sich rein wissenschaftlich noch ganz am Anfang; Studien haben die Möglichkeiten bestimmt und alle warten nun darauf, dass die Forschung in die Praxis umgesetzt wird.

Aber bis das geschieht, kann noch einige Zeit ins Land gehen, leider. Die medizinische Maschinerie arbeitet langsamt: Es kann Jahrzehnte dauern, bis eine Entdeckung in der Behandlungen umgesetzt wird. Im Laufe dieser Zeit können wir zahlreiche weitere Entdeckungen im Bereich Hanf und seinen Anwendungsgebieten erwarten. Es laufen bereits Forschungsarbeiten zur Entwicklung hanfbasierter Arzneimittel gegen MS und Alzheimer, und die Forscher gehen davon aus, dass dies auch zu neuen Behandlungsmethoden für verwandte Erkrankungen wie Parkinson (http://www.parkinson-aktuell.de) und Huntington (https://www.dhh-ev.de) führen kann.

Neue Entdeckungen sind auch in der Psychiatrie zu erwarten, wo spekuliert wird, ob Hanf Personen mit Störungen im autistischen Spektrum helfen kann. Aber am interessantesten sind vielleicht die Aussichten, Hanf in der Krebsbehandlung einzusetzen. Dies ist noch keine Wirklichkeit, aber mehrere Studien haben ergeben, dass Cannabinoide des Hanfs antiproliferative und antimetastatische Eigenschaften haben, sowie die Fähigkeit, Krebszellen ohne Beschädigung gesunder Zellen zu eliminieren.

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