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SKANF steht für skandinavischen Hanf aus biologischem Anbau.

Das Endocannobinoidsystem (ECS)

 

Was ist das Endocannabinoidsystem?

Es ist seit langem bekannt, dass Hanf viele positive Wirkungen auf die Gesundheit hat, aber niemand konnte bisher erklären, warum. Wie kann eine einzige Pflanze so viele verschiedene Erkrankungen wie Arteriosklerose, IBD, Herz-, Kreislauferkrankungen, Tumore, Angst usw. behandeln? Die Antwort kam in den 90er Jahren, als die Wissenschaft das Endocannabinoidsystem entdeckte.

Das Endocannabinoidsystem (ECS) ist ein Netzwerk von Rezeptoren, die sich in den Zellen des gesamten Körpers befinden. Genauso wie Satelliten Funkwellen zur Kommunikation verwenden, besteht das ECS aus Rezeptoren, die über bestimmte chemische Signalmoleküle kommunizieren. Diese Moleküle werden als Endocannabinoide bezeichnet, weil der Körper sie selbst produziert. Hanf enthält von Natur aus eine chemische Substanz, die als CBD (Cannabidiol) bekannt ist, die ein Beispiel für ein Phytocannabinoid ist: ein pflanzliches Molekül, welches das ECS genauso aktivieren kann wie körpereigene Cannabinoide.

 

 

Was macht das Endocannabinoidsystem?

Das ECS ist die innere Krankenschwester des Körpers: ihr Ziel besteht darin, die Homöostase – das Gleichgewicht – des Körpers aufrechtzuhalten und dafür zu sorgen, dass alles gut funktioniert. Erlebt der Körper eine Form des Ungleichgewichts in diesem Bereich – Stress, Angst, Schmerzen, Krankheit, abnormales Zellwachstum – wird ECS aktiviert und sorgt für Entspannung und Ruhe und die eigene Fähigkeit des Körpers, sowohl auf Zellebene als auch auf systemischer Ebene zu heilen. Und es funktioniert. Viele Krankheiten, für die es in der modernen Ziel keine Heilmittel gibt, beispielsweise Alzheimer-Krankheit und Crohnsche Krankheit, kann der Körper selbst behandeln, wenn er die Möglichkeit dazu erhält. Dass das ECS mit dem gesamten Körper auf diese Weise kommunizieren kann, ist auf die umfassende Verbreitung von ECS-Rezeptoren zurückzuführen, die im Grunde in allen Geweben und Organen zu finden sind: Gehirn, Blutgefäße, Magen und Darm, Leber, Nieren, Lymphdrüsen, Lungen, Fortpflanzungsorgane, Milz, Knochen, Fettgewebe – es gibt sogar ECS-Rezeptoren auf den Zellen des Immunsystems. Dies erklärt, wie Cannabinoide – aus dem Hanf oder dem Körper selbst – eine solche Vielfalt von Beschwerden verhindern kann: Es sind nicht die Cannabinoide die diesen Beschwerden entgegenwirken, sondern sie aktiveren das Endocannabinoidsystem.

Das ECS kann in der Evolution über 600 Mio. Jahre zurück verfolgt werden. Es ist ein grundlegender Bestandteil unserer Anatomie und ist an grundlegenden Funktionen wie Hunger, Schlaf und Gedächtnis beteiligt. Dies stimmt gut mit der Forschung überein, die gezeigt hat, dass die Stimulierung des ECS positive Wirkung auf Alzheimer-Patienten und Patienten mit Schlafstörungen hat. 

 

Wie funktioniert es?

Die Forschung steckt noch in den Kinderschuhen, und es ist bisher wenig darüber bekannt, wie das ECS funktioniert. Derzeit sind zwei für das ECS spezifische Rezeptoren identifiziert worden: CB1 und CB2. CB1 kommt am häufigsten im Gehirn und im zentralen Nervensystem vor, während CB2 zumeist in den Körpergeweben und im Immunsystem vorkommt.

Man hat herausgefunden, dass CB1 und CB2 grundsätzlich Nervensignale hemmen oder stimulieren. Das Ergebnis hängt davon ab, welches Endocannabinoid ausgestoßen wird und wo sich der empfangende Rezeptor befindet. In einer Immunzelle kann dadurch die Freisetzung von Zytokinen beeinflusst und Entzündungen eingedämmt werden, während in einer Gehirnzelle Gene aktiviert werden können, die neue Nervenbahnen entwickeln.

Was die Wissenschaft noch nicht entdeckt hat, ist, wie Cannabidiol mit dem ECS interagiert. Studien haben zweifellos ergeben, dass dies der Fall ist, aber die zugrunde liegenden, exakten Mechanismen sind derzeit nicht bekannt. So manche stellen die Hypothese auf, dass es einen noch unentdeckten „CB3-Rezeptor“ geben könnte, während andere wiederum vorschlagen, dass Cannabidiol vielleicht nicht mit Rezeptoren interagiert sondern mit den Enzymen, die die Endocannabinoide abbauen. Die durchschnittliche Lebensdauer eines Endocannabinoids ist sehr kurz. Sie werden gebildet, interagieren mit ihren Rezeptoren und werden dann von Enzymen wie Fettsäureamid-Hydrolase (FAAH) und Monoglyceridlipase (MGL) abgebaut. Wenn Cannabidiol die Fähigkeit besitzt, diese Enzyme vorübergehend zu hemmen, könnte die Lebensdauer und somit die Wirkung der Cannabinoide verlängert werden.

 

Wenn es nicht funktioniert

Niemand weiß genau, wie das ECS funktioniert, und wir wissen noch weniger, was geschieht, wenn es nicht funktioniert. Dieser Abschnitt erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit bezüglich aller Symptome, die mit einem schlecht funktionierenden ECS zusammenhängen können, eine solche Liste gibt es noch nicht. Mit fortschreitender Forschung und wachsendem Verständnis des ECS werden wir zweifellos feststellen, dass es einen Faktor für zahlreiche Erkrankungen darstellt, bei denen wir nicht einmal ahnten, dass sie einen gemeinsamen Nenner haben könnten.

Allgemein ausgedrückt zeigt sich ein schlecht funktionierendes ECS entweder in der Inaktivität oder Hyperaktivität der Körperfunktionen, was sich in einer Vielzahl von Symptomen darstellen kann. Man hat beobachten können, dass der CB1-Rezeptor mit dem Belohnungssystem des Gehirns kommuniziert und dass diese Kommunikation Hyperaktivität auslösen kann. Angewohnheiten wie Rauchen oder übermäßiges Essen können das ECS umprogrammieren, bis hin zur Überaktivität, so dass diese Verhaltensweisen belohnt werden, was wiederum den Weg in die Abhängigkeit frei macht. Umgekehrt gilt, dass ein inaktives ECS zum Beispiel Essen nicht belohnt: Bei Personen mit Essstörungen wie Bulimie und Anorexia nervosa hat man herausgefunden, dass die CB1-Rezeptoren im Gehirn eine geringe Anzahl aufweisen und schlechter funktionieren.

Labortests deuten auf einen Zusammenhang zwischen ECS und Gemütsverfassung hin. Als CB-Rezeptoren im Gehirn blockiert wurden, ergaben sich Angst- und Depressionssymptome. Wurden die Rezeptoren stattdessen mit Cannabinoiden stimuliert, wurden diese Angst- und Depressionssymptome gemildert.

Da das ECS auch im Immunsystem eine Rolle spielt, gibt es Anzeichen dafür, dass ein schlecht funktionierendes ECS Bedeutung für viele größere, neuroinflammatorische Erkrankungen hat, darunter Alzheimer-Krankheit, Parkinson-Krankheit, Huntington-Krankheit, MS und Fibromyalgie, sowie für andere Krankheiten mit inflammatorischer Ursache wie Crohnsche Krankheit und viele andere Diagnosen in der Gruppe Irritable Bowel Syndrome.

Das Enzym FAAH, das wir bereits genannt haben, baut Endocannabinoide ab. Ist das FAAH- Niveau viel höher als das Niveau der Endocannabinoide, entsteht ein Ungleichgewicht, und dieses Ungleichgewicht ist bei Personen mit psychotischen Erkrankungen wie Schizophrenie und Postraumatischer Belastungsstörung (PTBS)  zu verzeichnen.

 

Referenzen

http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC2516444/?

http://lixiviate54.rssing.com/browser.php?indx=23899400&item=7?http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3366283/?http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4471876/

http://www.nel.edu/pdf_/25_12/NEL251204R02_Russo_.pdf