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SKANF steht für skandinavischen Hanf aus biologischem Anbau.

Allgemeines über Hanf

 

Hier erfahren Sie mehr über die Geschichte des Hanfs und warum er in vielen Teilen der Welt illegal wurde. Sie erfahren ebenfalls von den verschiedenen Arten von Hanf und deren mögliche Verwendungsgebiete. 

 

Hanf wird häufig als Bezeichnung für die Fasern des äußeren Teils des Stammes der Pflanze Cannabis sativa verwendet. Es handelt sich um ein sehr robustes, schnell wachsendes, einjähriges Kraut mit handförmig zusammengesetzten Blättern. Die Anzahl der Blätter beträgt drei bis neun. Das Kraut kommt in einer Reihe von Varianten vor, deren Eigenschaften sich leicht unterscheiden. Hanf gehört zu den ältesten und robustesten Kulturpflanzen und wächst auf nährstoffarmen Böden in den meisten Klimazonen und in Höhen von bis zu 3000 Meter über dem Meeresspiegel. Unter günstigen Bedingungen kann die Pflanze bis zu 9 Meter hoch werden. In Schweden wächst sie bis zu einer Höhe von 2 Metern. Hanf gehört zu den diözischen Arten, d. h. männliche und weibliche Blüten befinden sich auf verschiedenen Pflanzen.

 

Psychoaktiver Hanf und Nutzhanf

Wir setzen Hanf für gewöhnlich mit einer psychoaktiven Droge gleich, aber eigentlich scheren wir mit dieser Verallgemeinerung verschiedene Pflanzen über einen Kamm. Cannabis ist der Oberbegriff für Cannabis sativa und Cannabis indica, die als Vorfahren der heute existierenden, unzähligen Hybride gelten. Allgemein ausgedrückt liegt der Unterschied im Verhältnis zwischen den Cannabinoiden THC und CBD

Cannabinoide sind Lipide, die von der Hanfpflanze, und erstaunlicherweise vom menschlichen Körper, produziert werden. THC (Tetrahydrocannabinol) ist der psychoaktive Bestandteil der Hanfpflanze. Dieser Stoff beeinflusst vor allem das Gehirn, wo er ein Gefühl der Euphorie - oder in einzelnen Fällen der Angst verursacht. Hier zeigt sich, wie wichtig das mengenmäßige Verhältnis zwischen THC und CBD ist. THC aktiviert in erster Linie CB1, die Rezeptoren, die überwiegend im Gehirn und insbesondere in der Amygdala zu finden sind. Die Amygdala ist der Teil des Gehirns, der Angst kontrolliert. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass ein Marihuanaraucher, der Angstzustände erlebt hat, Cannabis mit hohem THC-Gehalt und zu geringem CBD (das ausgleichende Wirkung hat) geraucht hat. CBD (Cannabidiol) hat an sich keine psychoaktiven Eigenschaften und wirkt eher beruhigend und entspannend.

CBD interagiert mit THC und gleicht unangenehme Nebenwirkungen wie Angstzustände und Paranoia aus. Mit Marihuana sind die Pflanzen mit hohem THC-Gehalte gemeint; mit Hanf für industrielle und medizinische Verwendung sind die Pflanzen gemeint, die einen hohen CBD-Gehalt aufweisen.

Verschiedene Länder haben verschiedene Grenzen für die Höhe des THC-Gehalts, bevor Hanf als Marihuana eingestuft wird. In Deutschland liegt die Grenze bei 0,2%, in Kanada bei 0,3% usw. Es gibt immer eine geringe Menge THC in Hanfprodukten, weil alle Pflanzenarten sowohl THC als auch CBD enthalten, aber welcher dieser beiden Stoffe dominiert, hängt von der Genetik der Pflanze ab. CBD und THC kommen von derselben Muttersubstanz, Cannabigerolsäure. Es hängt davon ab, für welches Enzym die Gene der Pflanze kodiert sind, ob Cannabigerolsäure zu THC oder CBD wird: THCA-Synthase wandelt die Säure in THC um und CBDA-Synthase in CBD. 

 

Geschichte

Hanf wird seit mindestens 4000 Jahren v. Chr. angebaut und veredelt, sowohl aufgrund der Fasern als auch zu gewissen medizinischen Zwecken. Die Verwendung als Droge – zu entspannenden, religiösen und weiterentwickelnden medizinischen Zwecken – entstand in Indien, nachdem die Pflanze aus China importiert wurde. Sie wurde erstmals in religiösen Schriften aus der Zeit von ca. 1500-2000 Jahre v. Chr. erwähnt. In Europa wurde der Hanf historisch aufgrund seiner Fasern verwendet. Der Hanf, der in Europa zu Beginn des 20. Jahrhunderts angebaut wurde, so die Ausgabe des Nordisk Familjebok von 1212, wies überhaupt keine narkotischen Eigenschaften auf, die damals den so genannten indischen Hanf, d. h. Cannabis, ausmachten.

 

Verwendung

Als Kulturpflanze bietet Hanf zahlreiche potenzielle Anwendungsbereiche. Vor der Einführung von Kunststoffmaterialien wurden die Faser der Pflanze häufig als Rohstoff für die Herstellung von Seilen, Säcken und Netzen verwendet. Der Cellulosegehalt des Hanfs beträgt 32 bis 38 Prozent. Hanfsorten, die primär aufgrund ihrer Fasern verwendet werden, zeichnen sich durch lange Stengel und geringe Verästelung aus. Eine dieser hoch wachsenden Varianten heißt Futura. Die Nachfrage nach diesen Fasern hat in den letzten Jahrzehnten zugenommen, unter anderem weil neue Verarbeitungsmethoden entwickelt worden sind, dank derer die Fasern auch in der Textilindustrie verwendet werden können. Aus den Samen der Pflanze kann Hanfsamenöl gewonnen werden, welches in der Herstellung von Speiseöl, Schmiermittel, Seife, Schampoo und Kraftstoff Verwendung findet.

Hanf ist ebenfalls sehr interessant als Bio-Brennstoff in Form von Briketts und als möglicher schnell wachsender Rohstoff für die Herstellung von Ethanol aus Cellulose. Hanffasern werden nach wie vor als stark und robust angesehen. Einer der Nachteile von Seilen aus Hanf besteht darin, dass Hanf leicht fault und mit Pech behandelt werden muss. Danach werden diese Seile als Werg beyeichnet. Aufgrund seiner Empfindlichkeit bekam der Hanf Konkurrenz vom so genannten Manilahanf. Bei der Frucht handelt es sich um eine kleine Nuss, die als Hanfsamen bezeichnet wird. Vogelsamen, die in verschiedenen Mischungen im Einzelhandel erhältlich sind, enthalten häufig die Samen von Industriehanf mit weniger als 0,2 Prozent Tetrahydrocannabinol (THC).